Ausländische Großmodelle auf deutschen Veranstaltungen!

Da die Problematik der Zulassung ausländischer Flugmodelle über 25 kg auf deutschen Veranstaltungen immer größere Wellen schlägt, habe ich mich entschlossen dieses Thema auch auf meiner Homepage auf zu greifen.

Ich habe mich allerdings entschieden möglichst keine persönliche Stellungnahme dazu abzugeben, da ich nicht selber betroffen bin, sondern mich darauf zu beschränken nach Möglichkeit neutral zu bleiben und nur diverse öffentliche und mündliche Berichte vorzustellen nach denen sich jeder seinen eigenen Reim darauf machen kann.

Mein Kommentar dazu ist, den ich mir leider nicht verkneifen kann:              

Es muss etwas geschehen, sonst gehen deutsche Großveranstaltungen unweigerlich kaputt!!!  Die Verbände aller EU Staaten sollten schnellstens an einen Tisch!! Es kann doch nicht so schwer sein, eine Regelung wie sie in der manntragenden Fliegerei  seit Jahren existiert auf den Modellflug auszuweiten. 

Im Anschluss findet Ihr die einzelnen Berichte nach Erscheinungsdatum aufsteigend eingefügt. Ich werde versuchen am Ball zu bleiben! 

25.10.15

Es tut sich gar nichts mehr!! Anscheinend wollen die Verbände die ganze Angelegenheit aussitzen. Ich konnte jeden Falls in den Medien keinerlei Neuigkeiten finden! Also weiter abwarten. 

 

01.03.2014

Geht es vielleicht aufwärts?? 

Nun der Bericht vom DMFV. 

 

Pressemitteilungen des DMFV

01.03.2014 14:32

 

Betrieb von Flugmodellen mit ausländischer Zulassung in Deutschland möglich
DMFV sorgt für Klarheit

Nach etlichen Unklarheiten in Bezug auf den Betrieb von Flugmodellen mit ausländischer Zulassung in Deutschland, ist nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden nun deutlich mehr Klarheit gegeben. Dem Deutschen Modellflieger Verband (DMFV) liegen die Stellungnahmen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und des Luftfahrt-Bundesamts(LBA) vor. Dabei beziehen sich das BMVI auf den „Flugmodellbetrieb auf Luftfahrtveranstaltungen“ und das LBA einzig auf den technischen Aspekt derZulassung von Flugmodellen.

Auszüge aus der Stellungnahme des BMVI:

„Für die Genehmigung von Luftfahrtveranstaltungen sind die verbindlichen Rechtsgrundlagen im § 24 LuftVG i.V. mit den §§ 73 bis 75 LuftVZO maßgeblich.Die Bekanntmachung zur Genehmigung von Luftfahrtveranstaltungen (NfL I – 68/96)sollte von der zuständigen Luftfahrtbehörde berücksichtigt werden, wenn die Genehmigungsbehörde beabsichtigt, Ausnahmen von den verbindlichen Rechtsgrundlagen zu zulassen.“

„Wenn die zuständige Luftfahrtbehörde des Landes im Einzelfall Ausnahmen zulassen oder eine Luftfahrtveranstaltung mit Auflagen versehen möchte, dann entscheidet die Genehmigungsbehörde vor Ort somit in Ihrem Ermessen. Es besteht für den Antragsteller oder den Veranstalter einer Schauvorstellung kein Anspruch auf Abweichung der bestehenden Vorschriften (hier: § 24 LuftVG i. V. mit den §§ 73 bis 75 LuftVZO und § 8 LuftVO).

“ Was den Betrieb von Flugmodellen mit ausländischer Zulassung betrifft, sehen wir den Absatz: „Eine Musterzulassung oder Einzelstückprüfung eines im Ausland zugelassenen Modellflugzeugs ist nicht zwingend erforderlich, wenn dieses Flugmodell nicht dauerhaft in Deutschland betrieben, sondern lediglich auf einer Luftfahrtveranstaltung vorgeführt werden soll.“ als eindeutige Aussage an. Ebenso die Aussage: „[…]dass es im Ermessensspielraum der Luftfahrtbehörde liegt, vor Ort zu bewerten, ob die Qualifizierung des jeweiligen Modellflugsteurers ausreicht, um ihm die Teilnahme an der Luftfahrtveranstaltung zu genehmigen.“ Zur Feststellung der genannten Punkte„[…]können die zuständigen Luftfahrtbehörden auf den externen Sachverstand der Modellflugverbände zurückgreifen […]

“ Wie jedoch das LBA bereits eindeutig festgestellt hat, handeln diese „Sachverständigen“ nicht im Rahmen der Beauftragung der beiden Verbände, sondern im Auftrag der jeweils genehmigenden Luftfahrtbehörde des Landes. „Für die Aufsicht über den Betrieb von Flugmodellen sind die beauftragten Luftsportverbände DAeC und DMFV nicht zuständig. Dies ergibt sich aus §4a der Beauftragungsverordnung.“

Dadurch ergeben sich auch klare Grenzen hinsichtlich des Aufgabenbereichs der „Sachverständigen“, zum Beispiel bei der Prüfung von Flugmodellen im Vorfeld einer Veranstaltung.

Da somit der Betrieb von Flugmodellen mit ausländischer Zulassung bei Luftfahrtveranstaltungen grundsätzlich möglich ist, kann davon ausgegangen werden, dass der Betrieb auf einem für zulassungspflichtige Modelle zugelassenen Modellfluggelände auch außerhalb von Luftfahrtveranstaltungen ebenso möglich ist, so das Gerät nicht dauerhaft in Deutschland betrieben wird. Dies wurde übrigens in der Vergangenheit von einigen Landesluftfahrtbehörden bereits praktiziert.

Die Frage, ob Flugmodelle mit einer ausländischen Zulassung in Deutschland generell betrieben werden dürfen, ist nicht abschließend beantwortet. Bis dahin sind für den Betrieb ausschließlich die Luftfahrtbehörden zuständig. Bislang sind ausländische Musterprüfungen in Deutschland nicht grundsätzlich anerkannt. Gespräche zwischen deutschen und einigen ausländischen Verbänden wurden bereits geführt. Auch in dieser Angelegenheit arbeitet der DMFV weiter eng mit dem DAeC zusammen.

Selbstverständlich ist jedoch nach wie vor die „Anerkennung der Musterprüfung anderer Stellen“ nach § 4 LuftGerPV möglich. Dieser rein technische Aspekt ist durch die BeauftrV definitiv abgedeckt. Die Voraussetzungen dafür ergeben sich aus dem § 4 LuftGerPV.

 

28.02.2014

Tut sich vielleicht doch mal was?? 

Hier ist der neuste Bericht vom DAEC

Deutscher Aero Club e.V.: Ausländische Flugmodelle

 

Flugmodelle mit ausländischer Zulassung

               

Im vergangenen Jahr gab es Verwirrungen um den Begriff „Bescheinigung der Lufttüchtigkeit“ großer ausländischer Flugmodelle. Das Luftsportgeräte-Büro hat sich im Rahmen seiner Beauftragungstätigkeit bemüht, zur Klärung beizutragen. Dies ist immer in Zusammenarbeit mit dem weiteren Beauftragten   DMFV  und den Modellflug-Vertretern innerhalb des DAeC geschehen.

Nach vorliegender Information (1) aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) kann zum derzeitigen Zeitpunkt festgestellt werden:

Für Luftfahrtveranstaltungen ist die Bescheinigung der Lufttüchtigkeit (2) eines im Ausland zugelassenen Flugmodells nicht zwingend erforderlich.

Die zuständige Luftfahrtbehörde entscheidet als Genehmigungsbehörde über die Teilnahme vor Ort nach eigenem Ermessen. Hierzu kann die Behörde auf den Sachverstand der Modellflugverbände zurückgreifen.

Die Verbände sollten sich weiterhin aktiv dafür einsetzen, dass diese Möglichkeit intensiv genutzt wird.

Das Luftsportgeräte-Büro darf erst mit dem Antrag auf Bescheinigung einer Lufttüchtigkeit (2), wie Muster- oder Einzelstückprüfung, aktiv werden. Bei positivem Ergebnis würde dann eine generelle und dauerhafte Zulassung nach deutschem Recht erteilt.

Die Frage, ob Flugmodelle mit einer ausländischen Zulassung in Deutschland generell betrieben werden dürfen, ist nicht abschließend beantwortet. Bis dahin sind für den Betrieb ausschließlich die Luftfahrtbehörden zuständig.

Bislang sind ausländische Musterprüfungen in Deutschland nicht grundsätzlich anerkannt. Gespräche zwischen deutschen und einigen ausländischen Verbänden wurden bereits geführt. Bislang war das   LSG-B  nicht einbezogen. Das   LSG-B  bietet seine fachliche Unterstützung an und ist bereit, bei den Treffen mitzuarbeiten.

1 Stellungnahme hinsichtlich der Teilnahme von im Ausland zugelassenen  Flugmodellen über 25 kg an Luftfahrtveranstaltungen, BMVI LR 24

2 gem. § 1 Abs. 3 der Verordnung zur Prüfung von Luftfahrtger

23.11.2013

Wie mir aus verlässlicher Quelle berichtet wurde, wurde das für Ende Oktober geplante Treffen der Beauftragten der Verbände jetzt schon zum zweiten Male verschoben. Diesmal ohne Angabe eines neuen Terminvorhabens.

Kann es sein, das die Verbände eine vielgepriesene Taktik anwenden, die lautet: "Wenn man ein Problem lange genug erfolgreich ignoriert, erledigt es sich irgendwann von ganz alleine???"  

Artikel aus der JETPOWER von Winfried Ohlgart

 

 

Lufttüchtigkeit/ausländische Zulassung für Flugmodelle über 25 kg

 Bericht DMFV vom 9.9.2013
Aktuell scheint es zum Thema „Bestätigung der Lufttüchtigkeit für Flugmodelle über 25 kg und ausländischer Zulassungen“einigen Klärungsbedarf zu geben, der seine Ursache in vereinzelten Wortmeldungen vermeintlich Betroffener hat, die offensichtlich einen erheblichen inhaltlichen Informationsmangel, gerade zum Thema Beauftragung, Verantwortlichkeiten, LBA, LSG, DAeC oder DMFV erkennen lassen.

In diesem Zusammenhang ist zunächst die Feststellung wichtig, dass das Vorgehen in dieser Sache kein „Alleingang“ des DMFV ist, sondern mit dem Luftsport-Gerätebüro (LSG) im DAeC abgestimmt wurde. Da der DMFV jedoch nur für „seine“ Prüfer sprechen kann, erfolgte die Mitteilung, dass die „Bestätigung der Lufttüchtigkeit“ von den Prüfern des DMFV nicht mehr durchgeführt wird, logischerweise durch den DMFV.

Die Behauptung, dass die Veranstalter der Jet-Power und des Euroflugtages in Rheidt erst am 28.08.2013 von diesem Schritt erfahren hätten, ist eindeutig falsch. Weit vor der notwendigen Information an die Landesluftfahrtbehörden und der Mitteilung auf der Homepage des DMFV wurden dieVeranstalter der uns bekannten Events bereits telefonisch wie auch schriftlich informiert.

Um das Vorgehen des DMFV in dieser Sache richtig beurteilen zu können, sind Kenntnisse über die Zusammenhänge wie auch der rechtlichen Grundlagen erforderlich:

Beauftragung der Verbände

Der DMFV und der DAeC sind als Beauftragter gemäß §31c LuftVG nicht nur zuständig für die Musterzulassung, § 2 LuftVZO(Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung), sondern auch für die Sicherstellung und Bescheinigung der Lufttüchtigkeit bei Flugmodellen zwischen 25 kg und 150 kg, §2 Abs. 1 Nr. 1 LuftGerPV (Verordnung zur Prüfung von Luftfahrtgerät).

Für die deutsche Zulassung eines Flugmodells über 25kg sind die für das jeweilige Luftfahrtgerät anwendbarenLufttüchtigkeitsforderungen (NfL II 21/11 – 24/11) maßgeblich. Hierin sind unter anderem zu erbringende Festigkeitsnachweise vorgeschrieben. Da jedoch bei Flugmodellen über 25 kg Abflugmasse mit einer ausländischen Zulassung in den meisten Fällen keinerlei Nachweise vorhanden sind, aus denen Angaben über die durchgeführten Prüfungen ersichtlich sind, ist die Feststellung der Lufttüchtigkeit in Form einer vereinfachten Zulassung kurzfristig im Vorfeld einer Veranstaltung, nur durch eine Sichtprüfung und einen Prüfflug, nicht eindeutig nachweisbar.

Nachdem das Luftfahrtbundesamt (LBA),  das für die Rechts- und Fachaufsicht der beauftragten Verbände DMFV und DAeC zuständig ist, eindeutig festgestellt hat, dass das vereinfachte Verfahren „Bestätigungder Lufttüchtigkeit“ nicht der Beauftragung unterliegt,

Zitat:

„2. Aufstiegserlaubnisse sowie Genehmigungen von Luftfahrtveranstaltungen werden durch die jeweils zuständigen Landesluftfahrtbehörden erteilt.
Sofern sich die Landesluftfahrtbehörden im Rahmen der Genehmigung von Luftfahrtveranstaltungen eines oder mehrerer Prüfer des DAeC und / oder desDMFV zur Begutachtung der teilnehmenden Flugmodelle bedienen, so werden diese Prüfer ausdrücklich nicht im Rahmen der Beauftragung der beiden vorgenannten Verbände tätig, sondern im Auftrage der jeweils genehmigenden Landesluftfahrtbehörde.“

entstanden für sämtliche Prüfer jetzt erhebliche rechtliche wie auch absicherungstechnische Probleme, da sie nicht mehr im Auftrag des jeweiligen beauftragten Verbandes tätig sind.

Rückschau

Im Jahre 2010 hatte das Referat Zulassung im DMFV das vereinfachte Verfahren „Bestätigung der Lufttüchtigkeit“ in Zusammenarbeit mit dem Luftsport-Gerätebüro des DAeC entwickelt, um ausländischen Piloten mit Flugmodellen über 25 kg Abflugmasse die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Flugmodelle auf bestimmten Veranstaltungen auch in Deutschland einsetzen zu können. Es diente letztendlich den Landesluftfahrtbehörden als Beleg für die Erteilung der Aufstiegsgenehmigung für die genannten Geräte, nachdem die Rechtmäßigkeit für die Ausstellung einer „Einfluggenehmigung“ für solche Geräte durch das LBA nicht mehr gegeben war.

Ebenfalls 2010  hatte das Referat Zulassung des DMFV im Rahmen der „Jet-Power“ ein Treffen mit Vertretern der Luftsportverbände unserer Nachbarländer organisiert, um ein abgestimmtes, annähernd einheitlichesVerfahren zur Zulassung von Flugmodellen über 25 kg zu entwickeln. Ziel sollte sein, eine gegenseitige Anerkennung in Form einer vereinfachten Musterprüfungzu ermöglichen. Leider wurden gerade von Frankreich und England in der Folge keinerlei Anstrengungen unternommen, hier zu einem Ergebnis zu gelangen.

Auch wir bedauern den notwendigen Schritt. Unsere Pflicht zur Einhaltung der geltenden Gesetze und Vorschriften wie auch dieFürsorgepflicht gegenüber unseren Prüfern zwingt uns jedoch zu dieserEntscheidung.

Ausblick

Die deutschen Zulassungsverfahren werden inzwischen immer häufiger von unseren ausländischen Kollegen als wegweisend betrachtet. So wurden in den vergangenen Jahren problemlos Abnahmen von Flugmodellen über 25kg aus Österreich oder Holland nach den in Deutschland geltenden Lufttüchtigkeitsforderungen durchgeführt. Ebenso werden unsere Verfahren von diesen Ländern als Grundlage für den Betrieb solcher Flugmodelle im eigenen Land angesehen. In der Schweiz beginnt zwar die Zulassungspflicht erst ab einer Abflugmasse von 30 kg, aber auch dort entsprechen die Verfahren annähernd den deutschen Bestimmungen.

Im Vorfeld des Euroflugtages in Rheidt 2013 erfolgte nun die Abnahme eines Großmodells aus England nach den Vorgaben für eine deutsche Zulassung. Vielleicht öffnet ja auch diese Abnahme weitere Türen, um in nächster Zeit die Grundlage für eine „Anerkennung“ schaffen zu können.

Ziel muss sein, ein vereinfachtes Zulassungsverfahren auf Grundlage § 4 LuftGerPV zu entwickeln, das von der Aufsichtsbehörde akzeptiert wird. Hierzu ist jedoch die Mitarbeit aller betroffenen Länder erforderlich.

Noch im September 2013 ist ein Treffen mit dem Leiter des LSG im DAeC vorgesehen, bei dem dieses Thema ganz oben auf der Tagesordnung steht.

Der DMFV blockiert nicht den Einsatz von ausländischen Großmodellen, sondern ist nach wie vor Wegbereiter bei der Entwicklung einer vereinfachten Musterzulassung für Flugmodelle über 25 kg und einer ausländischen Zulassung!

 Weiter Infos unter www.zulassung.dmfv.aero

 

Lufttüchtigkeit für Großmodelle mit ausländischer Zulassung

Vereinfachtes Verfahren für Großmodelle nicht mehr anwendbar

Bericht DMFV vom 27.8.2013

In Absprache mit dem DAeC hatte der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV) 2010 das vereinfachte Verfahren „Bestätigung der Lufttüchtigkeit“ entwickelt. Dieses sollte ausländischen Piloten mit Flugmodellen über 25 Kilogramm Abflugmasse die Möglichkeit eröffnen, ihre Flugmodelle auf bestimmten Veranstaltungen auch in Deutschland einsetzen zu können. Aus rechtlichen und versicherungstechnischen Gründen kann diesesVerfahren nicht mehr angewandt werden.

Der DMFV und der DAeC sind als Beauftragter nicht nur zuständig für die Musterzulassung, sondern auch für die Sicherstellung und Bescheinigung der Lufttüchtigkeit bei Flugmodellen zwischen 25 und 150 Kilogramm. Für die deutsche Zulassung eines Flugmodells über 25 Kilogramm sind die für das jeweilige Luftfahrtgerät anwendbaren Lufttüchtigkeitsforderungen verbindlich. Hierin sind unter anderem zu erbringende Festigkeitsnachweise vorgeschrieben. Da jedoch bei Flugmodellen über 25 Kilogramm Abflugmasse und einer ausländischen Zulassung in den meisten Fällen keinerlei Nachweise vorhanden sind, kann kurzfristig im Vorfeld einer Veranstaltung die Lufttüchtigkeit des jeweiligen Flugmodells nur durch eine Sichtprüfung und einen Prüfflug nicht umfassend nachgewiesen werden.

Der DMFV bedauert dies und bemüht sich weiterhin um eine Zusammenarbeit mit den europäischen Nachbarn für eine gegenseitige Anerkennung der Musterzulassungen.

Weiter Infos unter www.zulassung.dmfv.aero

 

„Bestätigung der Lufttüchtigkeit für Flugmodelle mitausländischer Zulassung“.

Bericht DMFV vom 18.08.2013

Inzwischen gibt es einige Irritationen, nicht nur in der Großmodellszene, da für Piloten mit Flugmodellen über 25 kg und einer ausländischen Zulassung der Betrieb dieser Geräte in der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr ohne weiteres möglich ist.

Aus rechtlichen, wie auch aus versicherungstechnischenGründen können wir das bislang im Rahmen von Veranstaltungen angewandte Verfahren „Bestätigung der Lufttüchtigkeit für Flugmodelle über 25 kg Abflugmasse und ausländischer Zulassung“ nicht mehr durchführen!

Im Jahre 2010 hatten wir das vereinfachte Verfahren„Bestätigung der Lufttüchtigkeit“ in Absprache mit dem DAeC entwickelt, um ausländischen Piloten mit Flugmodellen über 25 kg Abflugmasse die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Flugmodelle auf bestimmten Veranstaltungen auch in Deutschland einsetzen zu können. Es diente letztendlich den Landesluftfahrtbehörden als Beleg für die Erteilung der Aufstiegsgenehmigung für die genannten Geräte, nachdem die Rechtmäßigkeit für die Ausstellung einer„Einfluggenehmigung“ für solche Geräte durch das LBA (Luftfahrtbundesamt),nicht mehr gegeben war.

Der DMFV und der DAeC sind als Beauftragter gemäß §31c LuftVG nicht nur zuständig für die Musterzulassung, § 2 LuftVZO(Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung), sondern auch für die Sicherstellung und Bescheinigung der Lufttüchtigkeit bei Flugmodellen zwischen 25 kg und 150 kg, §2 Abs. 1 Nr. 1 LuftGerPV (Verordnung zur Prüfung von Luftfahrtgerät).

Für die deutsche Zulassung eines Flugmodells über 25kg sind die für das jeweilige Luftfahrtgerät anwendbaren Lufttüchtigkeitsforderungen (NfL II 21/11 – 24/11) maßgeblich, § 9, Abs.3LuftGerPV. Hierin sind unter anderem zu erbringende Festigkeitsnachweise vorgeschrieben. Da jedoch bei Flugmodellen über 25 kg Abflugmasse und einer ausländischen Zulassung in den meisten Fällen keinerlei Nachweise vorhanden sind, die eine vereinfachte Zulassung ermöglichen würden, kann kurzfristig im Vorfeld einer Veranstaltung die Lufttüchtigkeit des jeweiligen Flugmodells nur durch eine Sichtprüfung und einen Prüfflug nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Nachdem das LBA,  das für die Rechts- und Fachaufsicht der beauftragten Verbände DMFV und DAeC zuständig ist, eindeutig festgestellt hat, dass das vereinfachte Verfahren „Bestätigung derLufttüchtigkeit“ nicht der Beauftragung unterliegt, entstanden für sämtliche Prüfer zudem erhebliche rechtliche wie auch absicherungstechnische Probleme.

Auch wir bedauern diesen notwendigen Schritt. Unsere Pflicht zur Einhaltung der geltenden Gesetze und Vorschriften wie auch die Fürsorgepflicht gegenüber unseren Prüfern zwingt uns jedoch zu dieser Entscheidung.

Bereits 2010  hatte der DMFV im Rahmen der„Jet-Power“ ein Treffen mit Vertretern der Luftsportverbände unserer Nachbarländer organisiert, um ein abgestimmtes, annähernd einheitliches Verfahren zur Zulassung von Flugmodellen über 25 kg zu entwickeln. Ziel sollte sein, eine gegenseitige Anerkennung in Form einer vereinfachten Musterprüfung zu ermöglichen. Leider wurden gerade von Frankreich und England in der Folge keinerlei Anstrengungen unternommen, hier zu einem Ergebnis zu gelangen.

Im Vorfeld des Euroflugtages in Rheidt 2013 erfolgte nun die Abnahme eines Großmodells aus England nach den Vorgaben für eine deutsche Zulassung. Vielleicht öffnet ja diese Abnahme weitere Türen, um in nächster Zeit die Grundlage für eine „Anerkennung“ schaffen zu können.

Bei sämtlichen Fragen zu diesem Thema oder natürlich auch zu anderen Themen rund um den Modellflug und der Zulassung von Großmodellen stehen wir zur Verfügung. Rufen Sie an, schreiben Sie uns oder besuchen Sie eine der vielen Veranstaltungen, auf denen oftmals einer unserer Prüfer als Ansprechpartner anwesend ist.
Karl-Robert Zahn
(Referat Zulassung)

 Weiter Infos unter www.zulassung.dmfv.aero